Selbsthilfe

Selbsthilfe darf nicht als Alternative zu medizinischer Behandlung verstanden werden, sondern als ergänzende Maßnahme, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, indem man mit anderen Betroffenen darüber spricht. Dadurch wird das Verständnis für den eigenen Zustand gefördert und ein lockererer Umgang mit dem "Problem Haarausfall" gewonnen.


Manche Menschen, die sich außerstande fühlen, über dieses sensible Thema zu sprechen, trauen sich erstmals in einem geschütztem Rahmen - nämlich einer Gruppe aus ausschließlich Betroffenen - über ihren Haarausfall zu reden. Oft wird von Nichtbetroffenen das Thema Haarausfall als unbedeutend angesehen und unter Umständen reagieren sie darauf verständnislos. Das kann für einen Alopecia areata Betroffenen sehr verletzend sein. Aber wer sonst als ein Betroffener selbst versteht es besser, wie groß die psychische Belastung durch Alopecia areata sein kann!



Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Bei einer Selbsthilfegruppe handelt es sich um ein Zusammenkommen von Betroffen. In dieser Gruppe sprechen durchschnittlich 8 Personen ohne Mitwirken von Experten (Ärzte, Therapeuten) über Ihre persönlichen Probleme.


In Gesprächen mit Gleichgesinnten erfahren Betroffene wie andere Betroffene mit dem Haarausfall umgehen. Wer eine Odyssee von erfolglosen Behandlungen hinter sich hat, wird sich in der einen oder anderen Geschichte eines anderen Betroffenen wieder finden. Das Einzelkämpfertum wird beendet, die Psyche gestärkt und neue Kräfte werden mobilisiert. Das Selbstwertgefühl kann durch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe so sehr gestärkt werden, dass Betroffene, die vielleicht jahrelang resigniert haben, plötzlich eine neue Behandlungsmethode ausprobieren möchten, oder sich trauen eine modisch-gewagte Perücke zu erstehen. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann sich sehr positiv auf den Umgang mit dem Thema Haarausfall auswirken - man lernt, zu sich zu stehen!